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Am Donnerstag, den 19.05.2022 und dem darauffolgenden Samstag haben Kameraden aus der Stadtteilwehr Nidderau-Ostheim unserer Einsatzabteilung Übungsstunden zum Thema „Technische Hilfeleistung-Verkehrsunfall“ (TH-VU) abgehalten.

Nach einer kurzen Begrüßung am Donnerstag wurden uns in der Theorie wichtige Herangehensweisen und Informationen zur technischen Hilfeleistung erklärt.

Die wichtigsten Schritte hier sind: die Rettung und Betreuung der Patienten, Sicherung der Fahrzeuge und natürlich das richtige Schneiden an der richtigen Stelle mit dem hydraulischen Rettungsgerät.

Die Feuerwehr Ostheim verfügt über ein Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug (kurz HLF), welches wir an beiden Tagen näher kennenlernen durften. Auf unserem sich derzeit im Aufbau befindenden neuen Löschfahrzeug (LF10), welches gegen Ende dieses Jahres geliefert wird, befinden sich ebenfalls viel nützliche Werkzeuge, um Patienten bei einem Verkehrsunfall schnell und sicher zu befreien.

Am Samstag durften die Kamerad:innen das theoretisch Erlernte und besprochene Vorgehen in einer praktischen Übung umsetzen. Vom Abschleppdienst Central wurden wir hierzu mit zwei PKWs unterstützt, die wir dann ordentlich bearbeitet haben. 

 

           

 

 

Voraushelfer:innen, Vorausretter:innen, First-Responder, Helfer:innen vor Ort – all diese Begriffe beschreiben im Wesentlichen den gleichen Grundgedanken: medizinisch qualifizierte Personen unterschiedlicher Hilfsorganisationen überbrücken die Zeit vom Eintritt eines medizinischen Notfalls bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes.

 

Das Konzept des Main-Kinzig-Kreises sieht dazu vor, dass die Voraushelfer:innengruppen in erster Linie bei Reanimationen standardmäßig zusammen mit dem Regelrettungsdienst in Form eines Rettungswagens (RTW) und eines Notarztzubringers (Notarzteinsatzfahrzeug (NEF) oder Rettungshubschrauber).

 

Nach dem Alarm rüsten sich die Voraushelfer:innen (VH) mit ihrer persönlichen Schutzausrüstung und ihrem Notfallrucksack aus und begeben sich zur Einsatzstelle. Dort angekommen leisten sie sofort adäquat Hilfe, das heißt, sie beginnen beim Auffinden einer leblosen Person mit Reanimationsmaßnahmen. Nach dem Eintreffen des Rettungsdienstes übergeben sie den oder die Patient:in qualifiziert und unterstützen die weiteren Maßnahmen bis zum Transport in eine geeignete Klinik.

 

Die Voraushelfer:innen der Eichener Stadtteilwehr stellen sich vor Bei Bedarf können auch zur psychosozialen Notfallnachsorge bei den Angehörigen Voraushelfer:innen an der Einsatzstelle zurückbleiben und gegebenenfalls weitere Hilfeleistungs- und Unterstützungsmaßnahmen einleiten.

 

Auch bei weiteren lebensbedrohlichen Notfällen können die Voraushelfer:innen mitalarmiert werden. Denkbare Szenarien sind beispielsweise lebensbedrohliche Blutungen nach einer Verletzung oder lebensgefährdende Krankheitszustände. Weiterhin kann auch der Rettungsdienst die ortsansässigen VH-Gruppen bei zusätzlichem Personalbedarf hinzualarmieren lassen. Hierbei handelt es sich beispielsweise um lange andauernde Reanimationen oder zur Unterstützung beim Tragen aus einer Wohnung zum RTW. In Nidderau ist neben allen Stadtteilwehren der Feuerwehr Nidderau auch das DRK in die Voraushilfe involviert. Die Eicher VH-Gruppe ist stolz, auf diese Weise einen Beitrag für IHRE Gesundheit und IHRE Sicherheit leisten zu können.

 

Wenn auch Sie einen Beitrag zum Gemeinwohl leisten wollen: Die Einsatzabteilung trifft sich immer donnerstags ab 19:30 Uhr im Feuerwehrgerätehaus, Im Wiesengrund.

Besondere Vorkenntnisse absolut nicht notwendig – wir sind offen für Personen jeden Alters, Geschlechts und aller Erfahrungsstufen!

 

 

 

(v.l.) Christian Kunz, Jan-Volker Schallenberger u. René Seipel (auf dem Foto fehlen: Florian Hinkel u. Frank Merz)

 

 

 

 

Notfallrucksack der Voraushelfer:innen

Das Männerteam aus Nidderau-Eichen erringt die 18. Goldmedaille bei der Feuerwehrolympiade im slowenischen Celje und baut seinen Weltrekord damit weiter aus.

Vom 17. - 24. Juli wurde mit einem Jahr Corona-Verspätung im slowenischen Celje die Feuerwehrolympiade ausgetragen. Mit über 2.600 Teilnehmer*innen aus 20 Nationen ist die alle vier Jahre stattfindende Sportveranstaltung eines der größten Highlights im Feuerwehrwesen überhaupt.

Seit über 50 Jahren konnte sich ohne Unterbrechung immer mindestens ein Team aus Eichen dafür erfolgreich qualifizieren. Nun errangen die Blauröcke aus Nidderau-Eichen ihre 18. Goldmedaille in der Klasse A – Männer unter 30 Jahren. Dies ist weltweit weiterhin absolut einmalig.

Gruppenführer und Trainer Mathias Prill konstatiert: „Ich bin wirklich stolz auf meine Mannschaft! Aufgrund der kurzen Vorbereitung von nur sechs Wochen zwischen den deutschen Meisterschaften und Feuerwehrolympiade können wir mit der Leistung sehr zufrieden sein. Mit 25 Trainingseinheiten in nur 40 Tagen haben wir uns diese Goldmedaille hart erarbeitet und redlich verdient. Für viele geht es jetzt in den Urlaub oder zurück zu den Familien, ohne deren Unterstützung eine solche Mammutaufgabe gar nicht zu stemmen gewesen wäre.“

Auch finanziell ist die Feuerwehrolympiade für die Feuerwehr Nidderau-Eichen eine Herausforderung. Ein besonderer Dank gilt deshalb den Sponsoren, der Stadt Nidderau sowie dem Main-Kinzig-Kreis und dem Land Hessen für die finanzielle Unterstützung.